Der römische Katholizismus ist eine Fälschung und eine Lüge

 

1. Timotheus 4:1-5


Der Papst ist nicht nur ein falscher Lehrer, er ist überhaupt kein Lehrer nach biblischen Prinzip

Er ist kein Erlöser, Apg. 4:12

Er ist nicht euer Vater, Matthäus 23:9

Er ist nicht heilig und nicht sündenfrei, Markus 10:18; Römer 3:23

Er ist nicht Gottes Repräsentant, 1 Timotheus 2:5

Er ist nicht das Haupt der Kirche, Kolosser 1:18

Er predigt nicht nur falsche Lehren, er predigt menschliches und irdisches und teuflisches, Galater 1:6-9; 1 Timotheus 4:1-3

Der Papst ist nicht nur die höchste Autorität in der katholischen Kirche, sondern hat sich mit Gewalt angeeignet, was ihm nicht zusteht. Er hat widerrechtlich seine Kirche über die Kirche von Christus gesetzt.

Der lange Krieg der Wahrheit, der schlimmste, unerbittlichste und trügerischste Feind war und ist der römische Katholizismus. Es ist ein abtrünniges, korruptes, ketzerisches, falsches Christentum und ist eine Tarnorganisation für die Herrschaft des Satans.

Die Bibel lehrt auch nichts von und über „Nonnen” oder Mönche. Das Wort Gottes spricht von Menschen die wiedergeboren sind, heiligen geist empfangen und Kinder Gottes werden. Das Wort Gottes spricht von der Gemeinde von Christus, das sind die Glieder von Christus. 1. Korinther 12:12-28; Epheser 4:1-16

Religiöser Betrug

Der Verkauf von Reliquien sowie Pilgerreisen zu heiligen Stätten entwickelten sich zu einem lukrativen Geschäft für die im Niedergang befindliche Kirche des Mittelalters. Papst Bonifatius VIII. rief für das Jahr 1300 ein Jubiläum aus und gewährte denjenigen, die in diesem Jahr eine Pilgerreise zum Petersdom unternahmen, großzügige Ablässe. Schätzungsweise 2.000.000 Menschen kamen. Sie legten einen solchen Schatz vor dem vermeintlichen Grab des heiligen Petrus ab, dass zwei Priester mit Rechen in den Händen Tag und Nacht damit beschäftigt waren, das Geld zusammenzurechen. 1 Fußnote The Story of Civilization, Vol. 4, page 753; Medieval Italy, page 485

Doch was tat der Papst mit diesem Reichtum? Ein Großteil davon wurde dazu verwendet, seine eigenen Verwandten – die Gaetani – zu bereichern, die mit dem Geld zahlreiche Burgen und prächtige Anwesen in Latium erwarben. Diese Vorgehensweise führte zu großem Unmut unter der Bevölkerung Roms. 2 Fußnote The Story of Civilization, Vol. 4, page 753; Medieval Italy, page 487

Seit den Tagen der angeblichen Bekehrung Konstantins hatte die römische Kirche ihren Reichtum kontinuierlich – und in rasantem Tempo – vermehrt. Im Mittelalter gehörten der Kirche ganze Städte, große Landstriche, und sie verfügte über enorme Reichtümer. Eine der Möglichkeiten, wie dieser Reichtum erworben wurde, bestand darin, dass der Kirche Immobilien und Geld vermacht wurden. Damals konnten nur sehr wenige Menschen schreiben. Daher wurde in der Regel ein Priester hinzugezogen, um die Testamente abzufassen. Da ein Priester das Testament aufgesetzt hat, können wir natürlich sicher sein, dass die römisch-katholische Kirche nicht vergessen wurde! Und um sicherzustellen, dass ein Priester das Testament aufsetzen würde oder dass es zumindest unter seiner Aufsicht verfasst würde, erließ Papst Alexander III. im Jahr 1170 ein Dekret, wonach niemand ein gültiges Testament aufsetzen durfte, es sei denn in Anwesenheit eines Priesters! Jeder weltliche Notar, der ein Testament aufgesetzt hatte (außer unter diesen Bedingungen), sollte exkommuniziert werden! 3 Fußnote The Story of Civilization, Vol. 4, page 766

Außerdem war oft der Priester der Letzte, der dem Sterbenden zur Seite stand. Denn nach katholischem Dogma muss der Priester die letzte Ölung [früherer Begriff], die sogenannte „Extreme Unction“, spenden. In einer Zeit wie dieser – wenn nicht schon vorher – wurden den Priestern große Geldsummen für Messen usw. gespendet.

Wissen Sie, im Mittelalter (das zu Recht als „finsternes Zeitalter“ bezeichnet wird) musste jeder in katholischen Ländern der katholischen Kirche angehören. Daran war nichts Freiwilliges.

Wenn sie in einem katholischen Land geboren wurden, galten sie automatisch als Katholik, genauso wie wir automatisch Staatsbürger des Landes sind, in dem wir geboren wurden. Und so wie heute jedes Land von uns die Zahlung einer Steuer verlangt, so erhob auch die Kirche damals eine Steuer. Dieses Geld, das an die Kirche gezahlt wurde, war keine freiwillige Gabe aus tiefstem Herzen, sondern diese Beiträge wurden „aus der Not heraus“ gezahlt – ein Grundsatz, dem die Bibel widerspricht, 2. Korinther 9:7. Auf Schritt und Tritt musste der katholische Laie zahlen – und das bereicherte die in Verfall geratene Kirche erheblich.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden zusätzliche Mittel für das katholische System aus dem System der Ordensschwestern gewonnen. Tausende Nonnen setzen sich Jahr für Jahr dafür ein, das Programm der gefallenen Kirche voranzutreiben. Das ist es – was den „Vestalinnen“ im alten Rom – nicht gestattet war, zu heiraten. Oftmals widmen sie ihr Leben den Bischöfen, Kardinälen und dem Papst, der in einem prächtigen Palast wohnt, von einem goldenen Thron aus regiert und königliche Gewänder sowie mit Edelsteinen besetzte Kronen trägt!

Eine weitere Einnahmequelle der römisch-katholischen Kirche war der Verkauf von Ablässen – Vergebung von Sünden! Die Vorstellung, dass ein Mensch mit Geld die Vergebung seiner Sünden – vergangener, gegenwärtiger oder zukünftiger – erkaufen kann, ist nicht nur unbiblisch, sondern steht in völligem Widerspruch zum Wort Gottes. Eine solche Praxis ist nichts Geringeres als eine Gotteslästerung gegen das kostbare Blut von Christus, ohne das wir nicht von der Sünde gereinigt werden können, Römer 10:9,10

Eine der vielen Ungereimtheiten beim Verkauf solcher Ablässe bestand darin, dass diejenigen, die sie verkauften, kein Leben führten, das besser war als das der Sünder, an die sie sie verkauften. Um das Jahr 1450 beklagte sich Thomas Gascoigne, Kanzler der Universität Oxford, über die damaligen Ablassverkäufer und die mit dieser Praxis einhergehenden Missstände. Er sagte, dass die Ablassverkäufer durch das Land zogen und eine Begnadigung ausstellten, manchmal gegen Zahlung von zwei Pence, manchmal gegen ein Glas Bier, gegen die Bezahlung einer Dirne oder für fleischliche Liebe. 1 Fußnote The Story of Civilization, Vol. 6, page 23

Es waren der Ablasshandel und die damit einhergehenden Missstände, die Martin Luther dazu veranlassten, das einzuleiten, was heute als protestantische Reformation bekannt ist. Es ist eine sehr interessante Geschichte, wie es dazu kam: Um Mittel für den Bau des Petersdoms in Rom zu beschaffen, startete der Papst eine besondere Kampagne zum Verkauf von Ablässen. Er stellte mehrere „aggressive“ Verkäufer ein, um den Verkauf abzuwickeln, und diese Männer wurden in die verschiedenen Länder entsandt, um dort Geschäfte abzuschließen.

Der Mann, der damit beauftragt wurde, in Deutschland Ablässe zu verkaufen, war Johannes Tetzel. Er war in Innsbruck wegen Ehebruchs und schändlichen Verhaltens verurteilt worden, wo ihm seine Laster beinahe das Leben gekostet hätten. Kaiser Maximilian II hatte seine Hinrichtung angeordnet, doch Kurfürst Johann Friedrich I gelang es irgendwie für ihm die Begnadigung zu erwirken. 1 Fußnote History of the Reformation, page 70

Im Folgenden findet sich eine Augenzeugenbeschreibung von Tetzels Einzug in eine bestimmte deutsche Stadt: „ Als der … Ablassverkäufer sich der Stadt näherte, wurde die Bull (das offizielle Dokument des Papstes) vor ihm auf einem Tuch aus Samt und Gold hergetragen, und alle Priester und Mönche, der Stadtrat, die Schulmeister und ihre Schüler sowie alle Männer und Frauen zogen ihm mit Fahnen, Kerzen und Gesängen entgegen und bildeten eine große Prozession; dann begleiteten sie ihn unter Glockengeläut und Orgelmusik zur Hauptkirche; in der Mitte der Kirche wurde ein rotes Kreuz aufgestellt und das Banner des Papstes entfaltet; kurzum, man hätte meinen können, sie würden Gott selbst empfangen.“ Vor dem Kreuz wurde eine große eiserne Truhe aufgestellt, um das Geld entgegenzunehmen, und dann wurden die Menschen auf verschiedene Weise – durch Predigten, Kirchenlieder, Prozessionen und Bekanntmachungen – dazu bewegt, Ablässe zu kaufen. 2 Fußnote Heresies of Rome, page 84

Tetzel predigte, die Ablässe seien das kostbarste Geschenk Gottes. In seinem Bestreben, Ablässe zu verkaufen, ging er so weit, dass er erklärte, kraft seiner Begnadigungsurkunden würden dem Käufer alle Sünden, die er in Zukunft begehen wolle, vergeben, und dass „nicht einmal Reue notwendig sei“! 3 Fußnote History of the Reformation, page 71

Es heißt, er habe ein Bild bei sich getragen, auf dem der Teufel die Seelen der Menschen im Fegefeuer quält. Er wiederholte immer wieder die Worte, die auf der Spendenbüchse standen, die er bei sich trug:

"Sobald der Pfennig in Kasten klingt, die seel' aus dem Fegfeuer spring." Diese Worte lassen sich wie folgt frei übersetzen:

"Soon as the groschen in the casket rings, the troubled soul from purgatory springs." Oder eine andere Übersetzung:

"Wenn das Geld in dir knallt, hüpfen die Seelen aus dem Fegefeuer."

Und so spendeten die Reichen großzügig, während der arme, von Armut geplagte Bauer alles verkaufte, was er besaß, um seinen Angehörigen zu helfen, aus dem „Fegefeuer“ zu entkommen, oder um für seine eigenen Sünden zu büßen.

Zu jener Zeit, an den mittelalterlichen Universitäten, brachten diejenigen, die bestimmte Ansichten vertreten wollten, öffentlich „Thesen“ an, das heißt Darstellungen ihrer Ideen, und luden alle Interessierten ein, darüber zu diskutieren.

Diesem Brauch folgend nagelte Martin Luther seine berühmten „95 Thesen“ an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg. Es handelte sich um 95 Thesen gegen den Ablasshandel (darunter die 27. These, die sich gegen Tetels Aussage richtete, dass die Seele aus dem Fegefeuer entweichen würde, sobald das Geld in den Opferstock geworfen werde) und ähnliche Missbräuche, die vom Papst und der römischen Kirche begangen wurden. So wandte sich Luther, obwohl er noch immer Priester des römischen Katholizismus war, gegen den Ablasshandel. Als Tetzel dies hörte, lief ihm vor Wut das Blut in die Wangen. Er stieß auf der Kanzel die schrecklichsten Flüche aus, ließ auf den öffentlichen Plätzen Feuer entzünden und erklärte, er habe vom Papst den Befehl erhalten, alle Ketzer zu verbrennen, die es wagten, sich seinem allerheiligsten Ablass zu widersetzen! 1 Fußnote History of the Reformation, page 78

Dennoch siegte die Wahrheit, und der Missbrauch des Ablasshandels sowie andere Irrtümer des römischen Katholizismus wurden aufgedeckt. Auch wenn die katholische Kirche nach wie vor an die Ablasslehre glaubt, mussten der Verkauf von Ablässen und die damit einhergehenden Missbräuche eingedämmt werden!

Andere Formen des finanziellen Missbrauchs haben jedoch in der Kirche des Abfalls weiter angehalten. Das vielleicht beste Beispiel hierfür sind jene Gebühren, die gezahlt wurden, damit ein Priester „einen geliebten Menschen aus dem Fegefeuer heraus betet“. Allein schon die Vorstellung, dass wir das Seelenheil eines unserer Lieben durch die Zahlung von Geld sichern könnten, ist – wie wir noch sehen werden – völlig heidnisch und teuflisch.

Doch was den Widerspruch einer solchen Haltung noch verstärkt, ist die Tatsache, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass ein solches Fegefeuer überhaupt existiert; und selbst die Priester müssen zugeben, dass sie keine Möglichkeit haben zu wissen, wann ein Mensch schließlich aus dem Fegefeuer in den Himmel gelangt! Solche Lehren sind also grausam und bösartig! Ist es da verwunderlich, dass die Menschen den Priestern fast alles geben, was sie besitzen, wenn ihnen seit ihrer Kindheit beigebracht wurde, dass diese Priester ihre Angehörigen aus den lodernden Flammen heraus beten können!

Wenn man alle Fakten so betrachtet, wie sie wirklich sind, ist dieses Spiel der Priester tatsächlich weitaus schlimmer als jedes Glücksspielsystem, schlimmer als Betrug und dreister als die Methoden von Kriminellen, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen an Geld gelangen. Mit der Liebe und den zärtlichen Erinnerungen der Hinterbliebenen zu spielen und ihnen ihren oft hart verdienten und kargen Lohn abzunehmen, ist sicherlich eine schreckliche Tat, die im Namen der Religion begangen wird. Dennoch wurde ein Großteil des Reichtums der katholischen Kirche durch solche Methoden erworben.

Doch unser Erlöser verurteilte solche Praktiken in aller Deutlichkeit. Er sprach von Priestern, die „die Häuser der Witwen verschlingen und zum Schein lange Gebete sprechen“. Matthäus 23:14. Dennoch wird der katholische Priester zu einer Witwe gehen – die gerade ihren Mann verloren hat und zutiefst über diesen Verlust trauert – und wird ihr in diesem Zustand sagen, dass ihr Mann im Fegefeuer sei; dass sie ihm Geld zahlen solle, damit er für ihn bete, damit er aus dem Fegefeuer in den Himmel gelangen könne. In einer Zeit wie dieser und unter dem Druck der Situation wurden der katholischen Kirche große Geldsummen gespendet.

Eine Hochmesse kann je nach Blumen, Kerzen und der Anzahl der teilnehmenden Priester bis zu 1.000* Dollar (oder mehr) kosten.

* 856,49 Euro

Sie wird mit LAUTER Stimme gesungen. Die „kleine Messe“ hingegen ist wesentlich kostengünstiger – es werden nur sechs Kerzen verwendet, und es wird mit LEISER Stimme wiederholt. Die Iren haben ein Sprichwort: Viel Geld – große Messe; wenig Geld – kleine Messe; kein Geld – KEINE MESSE!

Wenn Angehörige kein Geld haben oder sich weigern, für Messen zu bezahlen, werden ihre Verstorbenen als „vergessene Seelen im Fegefeuer“ bezeichnet. Am 2. November, dem „Allerseelentag“, wird jedoch jedes Jahr für die vergessenen Seelen gebetet. An diesem Tag werden die Mitglieder der römisch-katholischen Kirche eindringlich dazu aufgerufen, Geld für die Gebete der Priester und die feierliche Requiem-Messe zu spenden, die an diesem Tag für die leidenden Seelen gefeiert wird, die von ihren Angehörigen vergessen wurden.

Es gibt jedoch eine Möglichkeit, wie ein Katholik sicher sein kann, dass nach seinem Tod jemand Messen für ihn bezahlt? Ja, er kann dies sicherstellen, indem er der 1856 gegründeten Purgatorianischen Gesellschaft beitritt. Er muss mindestens einmal im Jahr einen Beitrag in diesen Fonds einzahlen, und dann ist ihm sicher, dass nach seinem Tod für ihn gebetet wird.

Während des Zweiten Weltkriegs forderte der Erzbischof von Winnipeg (Kanada) in einem Brief vom 1. März 1944 alle römisch-katholischen Mütter auf, das Seelenheil ihrer Söhne vor dem Fegefeuer SICHER ZUSTELLEN, indem sie ihm 40 Dollar für Gebete und Messen zahlten, die für sie abgehalten werden sollten.

Doch laut der Heiligen Schrift ist es uns unmöglich, die Seele eines Menschen zu erlösen, indem wir in seinem Namen Geld spenden, Apg. 2:38,39; 4:12

Egal, wie viel Geld man auch geben mag – es kann niemals jemanden erlösen! Die Bibel sagt ganz klar, dass wir „nicht mit vergänglichen Dingen wie Silber und Gold erkauft worden sind … sondern mit dem kostbaren Blut von Christus, als eines makellosen und unbefleckten Lammes“,1. Petrus 1:18,19.

Meine Freunde, erst wenn ein Mensch zu Christus kommt und die Reinigung durch dieses kostbare Blut empfängt, kann er erlöst werden! Zu lehren, dass Geld jemanden erlösen kann, ist ein Hohn gegenüber dem Blut von Christus – das allein von der Sünde reinigt, 1. Johannes 1:7.

In der Bibel heißt es, dass es für einen reichen Mann schwer ist, in das Himmelreich zu gelangen, Matthäus 19:23,24. Doch laut katholischem Dogma wird ein Mensch, der genug Geld hat, um Messen für sich selbst zu bezahlen, in den Himmel geführt. In diesem Fall stehen die Lehren des Katholizismus also im direkten Widerspruch zu dem, was der Herr Jesus gelehrt hat. Denken Sie einmal darüber nach!

In der Bibel heißt es: „Die auf ihren Reichtum vertrauen und sich der Fülle ihres Reichtums rühmen – keiner von ihnen kann seinen Bruder freikaufen oder Gott ein Lösegeld für ihn geben.“ Psalm 49:6,7

Wenn nun Geld unseren eigenen Bruder nicht retten kann, solange er noch lebt, wie könnte es ihn dann retten, wenn er tot ist? Wenn ein solches Verfahren schon bei unserem eigenen Bruder nicht funktioniert, wie sollte es dann von einem Priester durchgeführt werden, der nicht mit uns verwandt ist?

Ob heidnisch, katholisch, protestantisch oder pfingstlich – kein Priester und kein Prediger kann jemandem, sei er lebendig oder tot, das Seelenheil garantieren, ganz gleich, wie viel Geld ihm für seine Gebete gegeben wird. Gott lässt sich nicht mit Geld bestechen; er hasst Bestechung. Wehe jedem Prediger, der den Eindruck erweckt, man könne ihm Geld geben, woraufhin er selbst und alle seine Angehörigen dadurch auf besondere Weise gerettet oder gesegnet würden. Kein Mensch kann dies tun und dabei ehrlich bleiben – denn Geld kann niemals den Segen oder die Gaben Gottes erkaufen. Apg. 8:18-24

Petrus wusste das, und als der Zauberer aus Samaria glaubte, er könne die Gabe Gottes mit Geld „kaufen“, wies Petrus ihn zurecht. „Zur Hölle mit dir und deinem Geld!“, sagte er. „Wie kannst du es wagen zu glauben, du könntest die Gabe Gottes kaufen?“ Die Bibel macht sehr deutlich, dass man mit Geld weder die Rettung noch die Gaben Gottes kaufen kann! Noch weniger kann also die Zahlung von Geld für Gebete jemanden aus dem Fegefeuer befreien – selbst wenn es einen solchen Ort überhaupt gäbe!

Die frühen Christen des Neuen Testaments glaubten nie an einen Ort wie das Fegefeuer. Das Wort kommt nicht in der Bibel vor, doch die Vorstellung vom Fegefeuer und von Gebeten für die Seelen im Fegefeuer war in der bekennenden Kirche bis zum Jahr 600 n. Chr. so gut wie unbekannt, als Papst Gregor der Große von einem dritten Zustand sprach – einem Ort zur Läuterung der Seelen vor ihrem Eintritt in den Himmel. Als Dogma der katholischen Kirche wurde es jedoch erst 1459 auf dem Konzil von Florenz anerkannt. Neunzig Jahre später bestätigte das Konzil von Trient dieses Dogma, indem es diejenigen verfluchte, die diese Lehre nicht akzeptierten. 2 Fußnote Heresies of Home, page 82

Im 12. Jahrhundert verbreitete sich eine Legende, die dazu beitrug, die Vorstellung vom Fegefeuer zu festigen. Es wurde behauptet, der heilige Patrick habe den eigentlichen Eingang zu diesem Ort gefunden! Der Legende nach ließ der heilige Patrick, um einige Zweifler zu überzeugen, in Irland eine sehr tiefe Grube ausheben, in die mehrere Mönche hinabstiegen. Als sie zurückkehrten, so heißt es in der Erzählung, schilderten sie das Fegefeuer und die Hölle mit entmutigender Lebendigkeit. Im Jahr 1153 behauptete der irische Ritter Owen, er sei ebenfalls durch die Grube in die Unterwelt hinabgestiegen, und der Bericht über seine Erlebnisse in der Unterwelt fand enormen Anklang. Touristen kamen von weit her, um die Grube zu besichtigen. Die dort begangenen finanziellen Missbräuche nahmen jedoch solche Ausmaße an, dass Papst Alexander VI. sie 1497* als Betrug schließen ließ. Drei Jahre später hielt Papst Benedikt XIV. jedoch in Rom eine Predigt zugunsten von Patricks Fegefeuer und veröffentlichte diese! 2 Fußnote Encyclopedia of Religions, Vol. 2, page 159

* The Story of Civilization, page 735

Im Mittelalter wurden viele absurde Geschichten über das Jenseits verbreitet. Diese dienten dazu, den ungebildeten Massen Angst einzuflößen, und viele dieser Vorstellungen, wie beispielsweise die Lehre vom Fegefeuer, haben sich seitdem von Generation zu Generation weiterverbreitet. Doch der eigentliche Ursprung der Vorstellung vom Fegefeuer liegt im Heidentum, lange vor der christlichen Zeitrechnung! Blättern wir weit zurück in die Geschichte, so stellen wir fest, dass solche Vorstellungen bereits Teil heidnischer Religionen und Philosophien waren. Platon beispielsweise, der von 427 bis 347 v. Chr. lebte, sprach von den orphischen Lehrern seiner Zeit, „die sich vor den Türen der Reichen drängen und versuchen, diese davon zu überzeugen, dass sie über eine Kraft verfügen, die sie vom Himmel beziehen und die es ihnen ermöglicht, durch Opfer und Beschwörungen … jedes Verbrechen wiedergutzumachen, das der Einzelne selbst oder seine Vorfahren begangen haben …“. Ihre Geheimnisse befreien uns von den Qualen der jenseitigen Welt, während ihre Missachtung mit einem schrecklichen Schicksal bestraft wird. 3 Fußnote Man and His Gods, page 127

Hier finden wir also eine klare Beschreibung des Fegefeuers – drei Jahrhunderte vor der Geburt unseres Herrn Jesus!

In den heiligen Schriften des Buddhismus findet sich eine ausführliche Beschreibung der Leiden im Fegefeuer. Es gab Zeiten, in denen so viele chinesische Buddhisten kamen, um Gebete für die Erlösung ihrer Angehörigen im Fegefeuer zu kaufen, dass eigens dafür spezielle Läden eingerichtet wurden.

In der Religion des Zoroaster durchlaufen die Seelen zwölf Stufen, bevor sie ausreichend geläutert sind, um in den Himmel einzugehen; und die Stoiker stellten sich einen Zwischenort der Erleuchtung vor, den sie „Empurosis“ nannten, also einen Ort des Feuers. 1 Fußnote Encyclopedia of Religions, Vol. 22, page 660, 11th Ed.

Auch die Muslime lehren eine Lehre vom Fegefeuer. Ihrer Lehre zufolge befragen die Engel Munnker und Nekir die Verstorbenen nach ihrer Religion und ihrem Propheten, wenn sie sterben. Viele von ihnen kommen dann, ihrem Glauben zufolge, ins Fegefeuer. Wenn man dem muslimischen Priester jedoch genug Geld zahlt, findet die Seele Erlösung!

Und dass diese Vorstellung, im Namen der Verstorbenen Geld zu spenden, sehr alten Ursprungs ist, lässt sich bereits in der Bibel selbst nachlesen. In früheren Zeiten warnte Gott sein Volk davor, heidnische Vorstellungen in ihren Gottesdienst einzubringen. Unter anderem war es ihnen verboten, Geld „für die Toten“ zu spenden, 5. Mose 26:14.

Es gibt Anzeichen dafür, dass die Vorstellung, den Toten durch Geldzahlungen Gutes zu tun, bereits in dieser frühen Zeit existierte! – und Gott warnte davor. Die Vorstellung vom Fegefeuer in der einen oder anderen Form ist also sehr alt, und wie der Autor von „TWO BABYLONS“ es zusammenfasst: „In jedem System, mit Ausnahme des biblischen, haben die Lehre vom Fegefeuer nach dem Tod und die Gebete für die Verstorbenen daher stets einen Platz eingenommen.“ 2 Fußnote Encyclopedia of Religions, Vol. 22, page 167, 11th Ed.

Aber aus welcher Quelle haben diese verschiedenen Religionen ihre Vorstellung vom Fegefeuer bezogen?

Es ist durchaus möglich, dass der Glaube an das Fegefeuer lediglich eine spätere Weiterentwicklung von Vorstellungen war, die mit dem Molech-Kult der Antike in Verbindung standen. Es scheint, dass die verschiedenen heidnischen Völker der Ansicht waren, dass Feuer notwendig sei, um von Sünden gereinigt zu werden. Da man glaubte, das Feuer sei der irdische Vertreter des Sonnengottes, standen solche Vorstellungen über das Feuer in engem Zusammenhang mit der antiken Sonnenanbetung. Es war dieser falsche Glaube an die reinigende Kraft des Feuers für Molech. In Bezug auf diesen Ritus gebot Gott seinem Volk: „Du sollst keinen deiner Nachkommen durch das Feuer für Molech gehen lassen.“ 3.Mose 18:21; Jeremia 32:35; 2.Könige 23:10. Doch weder das Durchschreiten der Feuer des Moloch-Kultes noch das Durchschreiten der Feuer des Fegefeuers kann den Menschen jemals von seiner Sünde reinigen. Dazu bedarf es des Blutes unseres Herrn Jesus Christus!

Molech war nichts anderes als ein anderer Name für Bel oder Nimrod. 3 Fußnote Fausset

Die Molech-Riten waren also zweifellos babylonischen Ursprungs. Molech war als Feuergott bekannt, und eine der Bedeutungen des Namens von Tammuz (angeblich die Wiedergeburt von Nimrod) und lautet: vollkommen (Tam) durch Verbrennen (Muz)! Nun beginnen wir, die wahre Bedeutung und den Ursprung der Grundideen der Reinigung durch Feuer zu erkennen.

Aus eben diesen heidnischen Vorstellungen entwickelte sich später die Vorstellung vom Fegefeuer nach dem Tod. Diese Vorstellung verbreitete sich in den Völkern und wurde schließlich, zusammen mit anderen heidnischen Vorstellungen, von der römisch-katholischen Kirche übernommen!

Die Riten im Zusammenhang mit diesem falschen Gott Molech waren äußerst grausam und abscheulich. Er wurde „mit Menschenopfern … mit Verstümmelungen, Gelübden der Enthaltsamkeit und Jungfräulichkeit sowie der Hingabe der Erstgeborenen“ verehrt. 1 Fußnote Fausset, page 481

Manchmal wurde er als schreckliches Götzenbild dargestellt, in dessen Innerem ein Feuer loderte, das alles verbrannte und verzehrte, was man ihm in die Arme legte. Auf der beigefügten Abbildung hat der heidnische Priester ein Baby seiner Mutter entrissen, um es dem Moloch zu opfern. 2 Fußnote Babylon Mystery Religion By Ralph Woodrow, page 74

Damit die Eltern nicht doch noch einen Rückzieher machten und das Kind nicht opferten, wurde mit Trommeln ein lauter Lärm erzeugt, um die Schreie zu übertönen. (Das Wort für Trommeln lautet „tophim“; davon leitet sich das Wort „Tophet“ ab, das in der Bibel mehrfach als das Tal erwähnt wird, in dem solche Opfer dargebracht wurden.) Während die Trommeln erklangen, die Band spielten und die Priester sangen, wurden die Menschenopfer von den Flammen verschlungen.

Wie bedauerlich ist es doch, dass die Menschen glauben, sie müssten ihre Sünden mit Geld oder solchen grausamen Riten sühnen. Doch wie wunderbar ist doch die frohe Botschaft der Bibel, die uns sagt, dass der Preis bereits bezahlt wurde – und zwar von unserem Herrn Jesus Christus selbst! Die Erlösung geschieht aus Gnade – aus einer Gnade, die wir niemals durch Geld, menschliche Riten oder Opfer verdienen können. Epheser 2:8,9 Denn aus Gnade seit ihr gerettet worden durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, auf dass sich niemand rühme.
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https://biblisch.blogspot.com/2015/08/wie-ein-mensch-ein-kind-gottes-wird.html

https://dn790002.ca.archive.org/0/items/BabylonMysteryReligionByRalphWoodrow/Babylon%20Mystery%20Religion%20by%20ralph%20woodrow_text.pdf

https://revbible.com/Appendix/10/appendix-10-god-s-promise-of-salvation


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